Neubaugebiet „Auf Mühlenacht“

Der Bebauungsplanänderungsentwurf lag in der Zeit vom 17. August bis 18.September diesen Jahres offen. Bürger und Bürgerinnen, Behörden und sonstige Träger öffentlicher Belange wurden um eine Stellungnahme bzw. Anregungen gebeten. Letztendlich bestanden keine Bedenken, so dass eine Änderung der Planungsunterlagen nicht erforderlich ist. Dem vorliegenden Bebauungsplan (siehe Skizze) stimmte der Ortsrat einstimmig zu. Der Ausschuss für Umwelt, Bau– und Sanierungsangelegenheiten und der Stadtrat sollten sich diesem Votum anschließen. Gebaut wird in zwei Teilab- schnitten. Gegenüber den ersten Planungen weist der Ent- wurf der jetzigen Bebauung einen völlig neuen Charakter auf. Biotope wie Rückhaltebecken bleiben erhalten, Streu- obstwiesen, Pflanzgebote spezieller Baum– und Strauchar- ten auf öffentlichen wie privaten Grünflächen, als auch Maß- nahmen zum Hochwasserschutz und Ausbau der Artenviel- falt wurden festgesetzt. Die Planung sieht vor, ein Wohnge- biet mit 31 Baustellen für Ein– und Zweifamilienhäuser. Die Stadt beabsichtigt nun den Ankauf der zur Realisierung er- forderlichen Flächen. Mit einem Großteil der Eigentümer wurde seitens der städtischen Liegenschaftsmanagement bereits Kontakt aufgenommen, wobei von den privaten Grundbesitzern Veräußerungsabsicht signalisiert wurde.

Projekt Gemeindezentrum

Nach der nun vorliegenden baufachlichen Stellungnahme aus Saarbrücken und Berlin, wurde nach Klärung mit den Fördergebern die Leis- tungsphase 4 HOAI (= Genehmigungsplanung) bei der Architektin und den beteiligten Fachingenieurbüros in Auftrag gegeben. Nach Vorlage der abgestimmten Bauplanung, wird das Bauamt der Stadt St. Wendel diese schnellstmöglich der Unteren Bauaufsichtsbehörde (UBA Land- kreis) vorlegen. Dies wird anvisiert für das 1. Quartal 2021. Mit Erteilung der Bauerlaubnis werden dann die Leistungsphasen 5 und 6 HOAI (= Ausführungsplanung) beauftragt.

Info: Als Leistungsphasen werden die einzelnen Planungsabschnitte der Gesamtleistung eines Architekten oder Ingenieurs bei der Realisierung von Bauvorhaben bezeichnet. Diese Planungsleistungen im Bauwesen sind in Deutschland nach der Honorarordnung für Architekten und Inge- nieure (HOAI) zu vergüten.


Bauphasen 1-9:

1. Grundlagenermittlung
2. Vorplanung
3. Entwurfsplanung
4. Genehmigungsplanung
5. Ausführungsplanung
6. Vorbereitung der Vergabe
7. Mitwirkung bei der Vergabe
8. Objektüberwachung
9. Objektbetreuung

Projekt "Hotel Hans"

Der Weg zur Umstrukturierung des Bereiches „Hotel Hans“ wird vorbereitet. Für das Gesamtareal bestehen durchaus al- ternative künftige Nutzungsüberlegungen. So sind als Nut- zungsformen z.B. Wohnen, Betreutes Wohnen, Büroflächen, Praxen für freie Berufe oder auch Einzelhandel denkbar. Der Baukörper weist erhebliche bauliche Schäden auf und kann mit vertretbarem Aufwand nicht mehr zweckentsprechend hergerichtet werden. Das Grundstück ist Bestandteil der innerörtlichen städtebaulichen Planungen.

Die Kreisstadt St. Wendel hat im Jahr 2015 das stillgelegte Hotelgebäude mit einer Fläche von ins- gesamt 3.000 m² erworben. Das Objekt diente der Unterbringung von Flüchtlingen nach dem Landesaufnahmegesetz und wird in den kommenden Jahren für diese Nutzung nicht mehr benötigt. Zur Vermeidung eines längeren Leerstandes in der Ortsmitte, sowie zur Förderung einer zeitnahen be- darfsorientierten Ortskernentwicklung beabsichtigt die Kreisstadt St. Wendel das Grundstück mit dem aufstehenden Gebäude im Rahmen des Ortskernentwicklungskonzeptes zu veräußern. Der Abbruch sowie eine Wiederbebauung sollen in eigener Verantwortung des Erwerbers erfolgen.

Dem Vorschlag von Ortsvorsteher Gerhard Weiand und dem einstimmigen Votum des Ortsrates fol- gend, hat nun die Stadt St. Wendel - verantwortlich zeigt sich das KLMW (Kommunale Liegenschaftsmanagement) - ein Interessenbekundungsverfahren in die Wege geleitet. Das bedeutet, mögliche Interessenten bzw. Investoren wurden angeschrieben, ein eigenes Investitionskonzept für die Fläche darzulegen. Dies sollte ein Bebauungs- und Nutzungskonzept ebenso enthalten wie ei- nen Realisierungszeitraum. Wenn möglich sollten auch realisierte Referenzprojekte vorgelegt werden.